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Google Analytics

Google Analytics mit Timo Aden von Trakken

Dienstag, 23. Juni 2009 - 12:44 Uhr

Google Analytics Logo

Jeder Webmaster und/oder SEO, der sich mit den Besuchern seines Internetauftritts beschäftigt, stößt über kurz oder lang auf Googles Webanalyse-Tool Google Analytics. Schnell ist der kostenlose Account angelegt, mit wenigen Klicks sind Tracking-Code und Datenschutz-Hinweis (Analytics Terms of Service, Punkt 8.1) in die eigene Website eingefügt, neugierig klickt man sich durch die zur Verfügung gestellten Reports. Bei vielen – mich eingeschlossen – war es das dann schon – aber Google Analytics kann viel mehr.

Timo Aden, Mitgründer der Webanalyse-Profis von Trakken, war für eine Woche als Gastreferent im Rahmen des seoFactory SEO-Praktikums auf Kreta. In der – sehr spannden, wenn auch (durchaus bedingt durch den straffen Zeitplan) stark theorielastigen – dreistündigen Vorträgen (in Shorts und Flipflops ;-) ) gab Timo tiefe Einblicke in den professionellen Einsatz von Google Analytics. Seine Tipps gliederte er in grundsätzliche Hintergründe zu Webanalyse im Allgemeinen und Google Analytics im Speziellen, Hinweise zum Zusammenspiel von Google Adwords und Analytics, die Vorteile von mehreren Profilen bei der Datenauswertung, Beispielen zur Verwendung von Filtern und erweiterten Segmenten sowie diverser Möglichkeiten zur manuellen Anpassung des Tracking-Codes.

Im Folgenden möchte ich aus dieser Fülle von Informationen einige Punkte herausgreifen, die ich persönlich für besonders erwähnenswert halte – vor allem weil sie bei mir ein “Aha!” ausgelöst haben :-) Viele der Tipps finden sich auch in Timos Webanalyse-Blog – und natürlich in seinen Vorträgen!

  • Kontinuierliche Verbesserungen statt kompletter Relaunches

    Von Google Analytics unabhängig gab Timo uns den Rat, Websites lieber in kleinen, unauffälligen Schritten zu verändern, anstatt von Zeit zu Zeit vollständige Relaunches zu fahren. Eine zu große Änderung des Seitenaufbaus kann im schlimmsten Fall zu drastischen Rückgängen der Conversion- bzw. Bestell-Rate führen (auch bei namhaften Shops); bei kleineren Änderungen lassen sich deren Effekte oftmals sogar direkt ermitteln und bewerten.

  • Absprungrate und Ausstiegsrate

    Der Unterschied zwischen Absprung- und Ausstiegsrate ist zwar einfach, aber durchaus wichtig und nicht unbedingt selbsterklärend. Die Absprungrate (bounce rate) erfasst den Prozentsatz von Besuchern, die ihren Besuch nach nur einem Pageview beenden, also direkt von der Einstiegsseite wieder verschwinden.

    Die Ausstiegrate dagegen beschreibt den Anteil der Besucher, die ihren Besuch auf der jeweiligen Unterseite beenden, nachdem sie zuvor schon andere Unterseiten besucht haben.

    Die komplette Definition der in Analytics verwendeten Begriffe bietet das Google Analytics Helpcenter.

  • Downloads und Klicks tracken mit virtuellen Pageviews

    Es ist mit dem Analytics-Tracker möglich, Klicks auf Links, Buttons und sonstige Elemente zu tracken, ohne eine zusätzliche Zwischenseite mit meta-refresh oder sonstigen Spielereien einzurichten. Dazu muss dem Element lediglich das onclick-Attribut mit der Funktion zum Tracken eines Seitenaufrufs hinzugefügt werden. Ein gutes Beispiel ist etwa der Klick auf einen PDF-Download-Link:

    <a href="/downloads/pdf/report.pdf"
    onclick="pageTracker._trackPageview('/downloads/pdf/report.pdf');">
    report.pdf (123 KB)</a>

    Weitere Möglichkeiten zur Anpassung des Tracking-Codes gibt’s in Timos Blog.

  • Gefilterte Profile für gesteigerten Komfort

    Bisher hatte ich für jedes Webprojekt genau ein Analytics-Profil, in das ungefiltert alle Daten herein und ebenso ungefiltert wieder heraus liefen. Die Möglichkeit, mehrere Profile für das gleiche Projekt anzulegen und diese Daten schon vorzufiltern, wurde mir erst durch Timos Vorstellung klar. Seine Empfehlung dazu: Ein “100%-Profil”, in das alle Daten einlaufen, ein Arbeits-Profil, das die Daten und Ziele enthält, mit denen tatsächlich gearbeitet wird, und mehrere Spiel-Profile, in denen neue Filter und Ziele getestet werden. Da Filter nicht mehr rückgängig zu machen und die herausgefilterten Daten also unwiederbringlich verloren sind, bietet es sich an, für Filter-Tests eigene Profile anzulegen.

  • Zieltrichter definieren

    Google Analytics Zieltrichter Bei mehrstufigen Prozessen zur Zielerreichung bietet Analytics die Möglichkeit, die einzelnen Schritte in einem Zieltrichter anzugeben. Dieser ermöglicht die Analyse der Ausstiegsraten und der Folgeseiten nach einem Ausstieg (z.B. das Hilfecenter) für die Prozessschritte, um Stolpersteine im Prozess zu ermitteln.

Für weiterführende Tipps zu Google Analytics hat uns Timo – der übrigens hervorragend Gitarre spielt (und laut Aussage vieler Teilnehmerinnen unglaublich gut aussieht ;-) ) – sein Buch Google Analytics. Implementieren. Interpretieren. Profitieren ans Herz gelegt, das für eine tiefergehende Beschäftigung mit Analytics tatsächlich mehr als eine Überlegung wert ist.

Als mein persönliches Fazit möchte ich festhalten, dass Google Analytics ein umfangreiches und recht mächtiges Webanalyse-Werkzeug ist, an dem auch aufgrund der kostenlosen, ausfallsicheren Verfügbarkeit kaum ein Weg vorbei geht. Datenschutzrechtliche Bedenken sind sicher nicht ganz von der Hand zu weisen; es bleibt aber abzuwarten, ob hinsichtlich der Datenspeicherung tatsächlich Urteile gesprochen werden.

Zu guter Letzt noch einige Links zu Timo Adens Internetauftritten:


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Eine Reaktion zu “Google Analytics mit Timo Aden von Trakken”

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  1. Social-Media-Man

    Gute Zusammenfassung. Habe as Buch auch schon länger – ließt sich wirklich gut, Timo ist auch ein sehr sympathischer Erzähler.

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